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Die Strecke

Die Strecke führt uns von der West- zur Ostküste einmal quer durch die ganze USA. Start ist im entspannten Strandort Oceanside nördlich von San Diego, das Ziel befindet sich im nicht minder attraktiven Seglermekka Annapolis, nahe Washington D.C. Dazwischen müssen wir ca. 4.900 Kilometer und mehr als 50.000 Höhenmeter bezwingen. Wir durchqueren drei Zeitzonen, fahren durch zwölf Bundesstaaten, über drei große Gebirgszüge (kalifornische Sierra, Rocky Mountains und Appalachen) und überqueren vier der größten amerikanischen Flüsse (Colorado, Mississippi, Missouri und Ohio).

 Wir erleben hautnah legendäre amerikanische Wahrzeichen wie die Mojave- und Sonora-Wüste, das Monument Valley, die Great Plains und Gettysburg, den Schauplatz einer der schrecklichsten Schlachten des amerikanischen Bürgerkrieges. Der tiefste Punkt der Strecke liegt bei 70 Meter unter Null in der Mojave Wüste, der höchste bei 3.300 Meter auf dem Wolf Creek Pass in Colorado. Wir werden es mit extremen Temperatur- und Wetterschwan­kungen zu tun bekommen. Wir erwarten über 40 Grad in den Wüsten, schwüle Hitze in Arizona und nahe der Ostküste, aber nur knapp über null Grad auf den Gebirgspässen in Colorado. Zur Halbzeit durchqueren wir die Tornado Alley des mittleren Westens und in den Appalachen regnet es eigentlich immer. Das lenkt uns hoffentlich von den steilen Anstiegen ab.

Die Strecke ist von den RAAM Organisatoren detailliert im Route Book von knapp 120 Seiten vorgegeben, das mit seinen schlecht kopierten Karten in schwarz-weiß ein wenig an Schulmaterial von vor 30 Jahren erinnert. Es gibt insgesamt 54 sogenannte Time Stations, die wir der Reihe nach abfahren. Wenn wir uns verfahren, müssen wir zurück zur richtigen Abzweigung und von dort aus weiter. Das Ganze wird kontrolliert durch eine Armada von Race Officials, die teils uniformiert, teils inkognito entlang der Strecke positioniert sind. Fehler können mit Zeitstrafen und im schlimmsten Fall mit Disqualifikation geahndet werden.