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In ein paar Stunden geht’s los – und die Stimmung könnte nicht besser sein. Fünf Tage Rennvorbereitung liegen hinter uns, alles hat wie am Schnürchen geklappt. Das Gros der Crew ist total erfahren, jeder weiß, was er zu tun hat und die Neuen wurden sorgsam eingewiesen. Aber das weitaus Beste und Wichtigste an unserem Unterfangen ist der Teamgeist. Alle sind vereint in einem Ziel und das lautet, so schnell wie möglich in Annapolis anzukommen. Dahinter versammeln sich alle, inspirieren und unterstützen sich gegenseitig, denn das ist die Basis für das Gelingen des Unterfangens. Der Erfolg basiert auf dem gemeinsamen Willen, als Team zu harmonieren und auf der geballten Leidenschaft für Wettkampfsport. In diesem Spirit sind alle vereint  – und wie heißt es so schön: Der Spirit kann Berge versetzen. Für mich geht es gar nicht primär darum, schneller oder langsamer als in sechs Tagen in Annapolis anzukommen. Für mich geht darum, diesen besonderen Teamspirit einzufangen und zu erleben, um das RAAM 2019 als Erfolg bezeichnen zu können. Bislang hat das perfekt geklappt und das ist ausgesprochen motivierend. Genau dieses Miteinander macht das RAAM zu dem einzigartigen Erlebnis, das es ist. Das Radfahren kommt dann noch on top. Jeder im Team trägt einen Teil der Verantwortung und es ist vollkommen klar, dass es nur klappt, wenn alle funktionieren und das Vorhaben positiv mittragen. Dann wird auch Heterogenität zu Stärke, denn heterogene Gruppen, sofern sie gut kooperieren, nutzen ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten konsequenter, analysieren gründlicher, entwickeln mehr Handlungsoptionen und kommen so zu besseren Ergebnissen. Wir sind ein heterogenes Team, was würde das besser verdeutlichen als die Tatsache, dass sich zwei Mountainbike-Profis mit zwei Rechtsanwälten zu einem Team zusammengetan haben? Es gibt sicherlich homogenere Teams beim RAAM 2019, aber gelingt es denen, diesen Umstand in Speed umzuwandeln? Oder gelingt uns durch ein kluges Ausbalancieren der Stärken und Schwächen eine außergewöhnliche Leistung? Genau darin liegt die besondere Chance und das sorgt für den Kick. Der Kick heißt Podium und dafür geben wir heute ab 12.00 Uhr alles. Jeder im Team, erst recht wir vier auf den Bikes. Ich hoffe auf ein Rennen, bei dem uns die Konkurrenz mit anderen Teams möglichst lange begleitet und das wir spannend gestalten können, so dass nicht nur wir hier, sondern auch alle die, die uns verfolgen, ihren Spaß haben.

 

Peter Smeets